Taekwondo

Traditionelles

Reihenfolge von Bewegungen

 

taekwondo lehre hyong

HYONG – Formenlauf

Die Hyong stellt eine festgelegte Reihenfolge von Bewegungen, Schritten und Techniken gegen einen imaginären Gegner da. Zweck der Hyongs ist das Aneignen der verschiedenen Taekwondo-Techniken, bei denen man Abwehr- und Angriffstechniken ohne Gegner und ohne Verletzungsgefahr üben kann, wobei sich der Schwierigkeitsgrad mit jeder höheren Hyong steigert. (Der geschichtliche Hintergrund ist angeblich, dass es früher viel zu gefährlich gewesen wäre, einen Trainingskampf gegen einen echten Gegner zu führen – bei Verletzung oder Tod hätte dies zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen (Arbeitskraft in der Landwirtschaft) und entsprechenden Racheakten der Familie des Opfers geführt.) Das Durchlaufen einer Hyong trainiert Atmung, Einfühlungsvermögen, Vorstellungskraft und Konzentration.

Jede Hyong beginnt mit einer Abwehrtechnik, was den friedvollen Charakter des Taekwondo betont. Auch die Koordination ist von großer Bedeutung, enden doch alle Hyongs dort, wo sie angefangen haben. Die Bewegungsanzahl der Hyongs variiert zwischen 19 (1. Hyong) und 72 (24. Hyong). Hinter jeder Hyong verbirgt sich ein Teil der Geschichte Koreas. Die Namensgeber der einzelnen Hyongs sind Persönlichkeiten aus der Geschichte Koreas. Ihre Schrittmuster enthalten häufig Hinweise auf geschichtliche Ereignisse, auch die Anzahl der Bewegungen hat oft eine tiefere symbolische Bedeutung.

„Das traditionelle Taekwondo lernt man nicht auf die Schnelle, sondern mit viel Fleiß und Übung. Übt ausdauernd die Hyongs und ihr beherrscht die Kampfkunst.“
Euer Kyosanim

 

Hyongs (Anzahl der Bewegungen)

  • 1.Chon-Ji Hyong (19)

  • 2.Dan-Gun Hyong (21)
  • 3.Do-San Hyong (24)
  • 4.Won-Hyo Hyong (28)
  • 5.Yul-Kok Hyong (38)
  • 6.Chung-Gun Hyong (32)
  • 7.T´oi-Gye Hyong (37)
  • 8.Hwa-Rang Hyong (29)
  • 9.Chung-Mu Hyong (30)
  • 10.Gwang-Gae Hyong (39)
  • 11.Po-Eun Hyong (36)
  • 12.Gae-Baek Hyong (44)
  • 13.Yu-Shin Hyong (68)
  • 14.Chung-Yang Hyong (52)
  • 15.Ul-Ji Hyong (42)
  • 16.Sym-Il Hyong (33)
  • 17.Ko-Dang Hyong (39)
  • 18.Ch´oi-Yong Hyong (45)
  • 19.Se-Yong Hyong (24)
  • 20.Eui-am Hyong (56)
  • 21.Juche Hyong (45)
  • 22.Moon-Moo Hyong (61)
  • 23.Yon-Gae Hyong (49)
  • 24.So-San Hyong (72)
  • 25.T´ong Il Hyong (56)
  •  

    Bruchtest – Daeryeon

    Der Bruchtest ist wohl der spektakulärste Aspekt des TKD, hat im Training jedoch geringe Bedeutung. Er ist ein Test, ob der Taekwon-Doin die Techniken mit der nötigen Präzision, Kraft, Schnelligkeit und Konzentration ausführen kann.

    taekwondo lehre bruchtest1

    Der Bruchtest wird mit verschiedensten Materialien durchgeführt: Brettern, Ziegelsteinen, Flusskiesel- steinen, Eis etc. In der Regel werden 30x30 cm große Fichtenholzbretter verwendet. Die Dicke variiert zwischen 15 mm und 25mm, abhängig davon, ob ein Kind, eine Frau oder ein Mann den Bruchtest durchführt. Hauptsächlich wird der Bruchtest ausgeführt mit: Fußballen, Ferse, Faust (Knöchel), Handkante (innen und außen) oder auch mit dem Ellenbogen oder der Fingerspitze.

    Der Bruchtest dient der Stärkung der Willenskraft, baut das Durchhaltevermögen auf und übt uns in Konsequenz, ein Ziel nicht nur ins Auge zu fassen, sondern es auch zu erreichen. Nur wenn die Technik austrainiert und im Einklang mit der richtigen Atmung, Konzentration und geistiger Willensstärke ist, wird er erfolgreich sein. Die Bündelung der Körperenergie und der geistigen Energie findet ihren Ausdruck im Kampfschrei (Kihap), der somit wichtiger Bestandteil des Bruchtest ist. Körper und Geist müssen für den Bruchteil einer Sekunde in perfekter Harmonie miteinander verschmelzen. Es ist der Sieg über sich selbst.

    taekwondo lehre bruchtest2

    Vor und nach jedem Bruchtest verbeugt sich der Ausführende vor dem Meister und holt damit symbolisch die Erlaubnis ein, etwas zerstören zu dürfen. Der Grund liegt in der Philosophie des Taekwondo, es nur zu Verteidigungszwecken anzuwenden und nie für einen Angriff.

     

    Einschrittkampf – Ilbo Taeryeon

    Die Angriffe und Verteidigungen unterliegen beim Einschrittkampf vorgegebenen Regeln. Der Verteidiger begegnet dem festgelegten Angriff mit unterschiedlichen Kontern. So kann er die Zweckmäßigkeit seiner Techniken prüfen und sie am Partner präzise üben.

     

    Freikampf – Chayo Taeryon

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    Der Freikampf wird im traditionellen TKD ohne Körperkontakt ausgeführt. So fordert das Abfangen der Schläge kurz vor dem Ziel von den Übenden höchste Konzentration und Körperbeherrschung. Der Freikampf ist eine Art Konversation. Auf eine Aktion folgt eine Reaktion. Damit kann man die komplette Bandbreite der erlernten Techniken ausschöpfen und zu einer dynamischen Einheit erfahren. Die Übenden schützen einander optimal und fördert Disziplin, Fairness, Höflichkeit sowie Entscheidungsfähigkeit und Respekt zum Partner.

     

    Selbstverteidigung – Hosinsul

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    Die Selbstverteidigung im traditionellen TKD ist, ähnlich dem Bruchtest, kein Bestandteil des Trainings. Natürlich sind alle Übungen darauf ausgerichtet, sich auch im Ernstfall gegen einen Gegner behaupten zu können.

    Auf alle Fälle stärkt TKD das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das ständige Training verschafft die nötige physische und psychische Grundlage, sich in Konfliktsituationen verteidigen zu können.

     

    Kampfschrei

    Der Kampfschrei (Kihap) erhöht die Anspannung des Körpers zum Zeitpunkt des Kontaktes mit dem Gegner, um die Konzentration zu steigern. Mit der dadurch erzwungenen Auspressung der Luft und Anspannung der Muskulatur sind die Atemwege weniger empfindlich gegen Konterschläge, ein Gegentreffer auf die Brust in der Ein- oder Ausatemphase wäre sehr unangenehm.
    Im Kampf dient der Kihap natürlich auch der Einschüchterung des Gegners. 

    Im traditionellen Taekwondo wird der Kampfschrei insbesondere beim Bruchtest zum wichtigen Element. Bei Partnerübungen zeigt der Kampfruf den Beginn und das Ende der Techniken an (zB Einschrittkampf).
    Bei jedem hört sich der Kampfschrei anders an und kann verschieden stark ausfallen. Wenn man ihn als Signal zu einem Übungsanfang oder Übungsende benutzt, muss man den Partner nicht anbrüllen. Steht man hingegen vor einer großen Herausforderung, wie zum Beispiel einem Bruchtest, kann man seine Energie mit einem kräftigen Kihap besser sammeln.

     

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